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Das Ensemble Die Vier EvangCellisten ist ein Violoncelloquartett, das sich im Oktober 2008 gründete. Alle vier Mitglieder waren Studenten an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und wurden dort u.a. von Prof. Brunhard Böhme und Prof. Maria-Luise Leihenseder-Ewald ausgebildet. Der Name des Quartetts entstand aufgrund der Tatsache, dass ihre Vornamen denen der Evangelisten (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) ähneln.

Die Vier EvangCellisten sind in ihrer Literaturauswahl äußerst vielseitig. Neben Originalkompositionen für Celloquartett beinhalten ihre Programme auch zahlreiche Bearbeitungen. Und so erstreckt sich ihre musikalische Bandbreite über verschiedenste Stile und Epochen, enthält klassische Stücke (z.B. Serenaden und Concerti), Neue Musik, verschiedene Tänze und Volksweisen, Weltmusik aber auch Ragtimes und Jazz. Die von Publikum und Presse gleichermaßen gelobten Tourneen führen das Ensemble seit Jahren durch ganz Deutschland. Dank ihrer abwechslungsreichen Konzertprogramme erfreuen sich Die Vier EvangCellisten einer großen Beliebtheit bei Jung und Alt, können aber aufgrund ihres stets wachsenden Repertoires auch Themenkonzerte anbieten.

Einen besonderen Schwerpunkt in ihrem musikalischen Schaffen sehen Die Vier EvangCellisten in der Interpretation von Opernliteratur. Im November 2011 erschien ihre erste CD "cellopera" - eine Sammlung von für vier Celli arrangierten Opernauszügen - mit Werken von Bizet, Mozart, Puccini, Beethoven, Mascagni, Delibes, Humperdinck, Offenbach, Nicolai und Saint-Saëns. Drei ausgesuchte Arrangeure - Fredo Jung, Ulrike Seifert und Felix Leibbrand - bearbeiteten 19 von der Presse  hochgelobte Titel berühmter und unbekannterer Opern. Zahlreiche digitale Veröffentlichungen für Downloads auf den international üblichen Plattformen folgten, wobei sich die Vier EvangCellisten unter anderem auch dem Jazz widmeten. So erschien z.B. 2012 die EP "Take Five", bei welcher auch mehrere Gastmusiker mitwirkten. Im Mai 2013 wurde dann ihre zweite CD "journey" veröffentlicht. Hier spielten die vier Cellisten Stücke und Tänze aus aller Welt ein. So wird der Zuhörer unter anderem durch Tangos, chinesische Volkslieder oder auch keltische Traditionelle auf eine musikalische Reise mitgenommen. Dabei erklungen auch erstmalig eigene Stücke und Arrangements. Das Album  beinhaltete auch zwei Ersteinspielungen des zeitgenössischen Komponisten Wolfram Graf. Am 01. August 2015 erschien die CD "Tango Brasileiro - Die Vier EvangCellisten spielen Hartlmaier", auf welcher ausschließlich Tänze und Rags des Hagener Komponisten Udo Hartlmaier zu hören sind. Damit bedankt sich das Quartett für eine langjährige musikalische Zusammenarbeit mit dessen beim Publikum höchst beliebten Stücken. Mit "Notturno" folgte im August 2016 die vierte CD. Zwölf ausgewählte Werke zwischen Abend und Nacht - aus der Romantik, verschiedenen Opern, zeitgenössischer Musik  oder dem Film - entführen den Zuhörer in die magische Welt der Dämmerung.

Seit 2010 geben Die Vier EvangCellisten in zahlreichen Workshops und Schulkonzerten regelmäßig zukünftigen Musikern wertvolle Hinweise und Anregungen. 2013 legten sie mit den "Hofer Cellotagen" selbst den Grundstein für ein den Nachwuchs förderndes Musikfestival. Im gleichen Jahr wurden die vier Musiker Ehrenmitglieder im Weimarer Kunst- und Musikverein "Vox coelestis" (e.V.).

 

 

Die Vier EvangCellisten

  

     

Markus Jung

 

Markus Jung wurde 1981 in Erfurt geboren und bekam seinen ersten Cellounterricht im Alter von 5 Jahren bei Helga Kaufmann in Altenburg. Er war Mitglied mehrerer nationaler Jugendorchester (Junge Streicherphilharmonie, RIAS-Jugendorchester) und Preisträger zahlreicher Wettbewerbe (Solo- und Kammermusikwertungen). Nach mehreren Jahren Privatunterricht bei Prof. Brunhard Böhme folgte das  Studium bei Prof. Tim Stolzenburg und Prof. Maria-Luise Leihenseder-Ewald an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Schon nach den ersten Semestern war Markus Jung Praktikant am Theater Erfurt und dem Staatstheater Kassel sowie Akademist bei der Staatskapelle Weimar. Er nahm Meisterkurse u.a. bei Valter Dešpalj und Stephan Forck. Es folgte ein Aufbaustudium in Weimar und ein Jahresvertrag bei den Nürnberger Philharmonikern (Staatstheater Nürnberg). Dort wurde Markus Jung auch sog. Orchesterpate und brachte das Cello an Schulen und Kindergärten. Seit 2011 arbeitet Markus Jung als Cellist bei den Hofer Symphonikern und unterrichtet u.a. auch Violoncello und Kammermusik. Seine Schüler wurden mehrfach Preisträger verschiedener Wettbewerbe. Desweiteren ist Markus Jung auch Organisator der "Hofer Cellotage", gibt Workshops und Meisterkurse mit dem Quartett und war Juror beim Wettbewerb "Jugend musiziert".

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Hanno Riehmann

 

Hanno Riehmann, 1984 in Weingarten geboren, erhielt seinen ersten Cellounterricht mit 11 Jahren bei Michael Grüner an der Musikschule Ravensburg. Ab 2004 studierte er bei Prof. Brunhard Böhme an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und machte im April 2009 sein künstlerisches Diplom. Es folgte ein Aufbaustudium bei Prof. Maria-Luise Leihenseder-Ewald. Er war Mitglied der Jungen Münchner Philharmonie, Substitut der Staatskapelle Weimar und machte Meisterkurse bei Valter Dešpalj sowie Jens Peter Maintz. Seit März 2009 arbeitet Hanno Riehmann als Cellist bei der Hofkapelle Meiningen (Südthüringisches Staatstheater Meiningen), 2011 folgte die Festanstellung als Vorspieler im gleichen Orchester, wo er sich in verschiedenen Besetzungen auch kammermusikalisch engagiert. Desweiteren gibt Hanno Riehmann zahlreiche Workshops und Meisterkurse mit seinem Quartett und war mehrere Jahre Mentor des Akademischen Orchesters der TU Ilmenau.

 

 

 

Lukas Dihle

 

Lukas Dihle, 1987 in Worms geboren, erhielt mit 8 Jahren seinen ersten Cellounterricht bei Ilka Wagener. Er war Schüler des Musikgymnasiums „Schloss Belvedere“ in Weimar bei Gisela Vieweg und Prof. Maria-Luise Leihenseder-Ewald, bei welcher er anschließend auch an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar studierte. Er spielt regelmäßig in verschiedenen Orchestern Thüringens und ist Gründungsmitglied der „12 Thüringer Cellisten“. Lukas Dihle gab verschiedene Solokonzerte mit Orchester und besuchte Meisterkurse u.a. bei Valter Dešpalj und Peter Bruns. Er war Mitglied im Festivalensemble Stuttgart und trat 2008 kammermusikalisch beim Beethovenfestival Bonn auf. Ab 2009 war er zunächst Substitut und hatte anschließend einen Zeitvertrag bei der Staatskapelle Weimar, wo er 2011 eine unbefristete Stelle gewann. Desweiteren arbeitete Lukas Dihle als Juror beim Musikwettberb "Jugend Musiziert" und gibt zahlreiche Workshops und Meisterkurse mit seinem Quartett.

 

 

 

Mathias Beyer

 

Mathias Beyer wurde 1983 in Stralsund geboren und erhielt seinen ersten Cellounterricht mit 7 Jahren bei Hansjoachim Voß. Er ist Absolvent des Musikgymnasiums „Schloss Belvedere“ Weimar, wo er von Prof. Tim Stolzenburg unterrichtet wurde. Danach folgte ein Studium bei Prof. Maria-Luise Leihenseder-Ewald an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Er war Mitglied im Festivalensemble Stuttgart, Solocellist im RIAS-Jugendorchester und machte Meisterkurse u.a. bei Josef Schwab, Valter Dešpalj und Peter Nagy. Von 2006 bis 2008 war Mathias Beyer Substitut der Staatskapelle Weimar, wo er bis 2009 auch einen Zeitvertrag hatte. Gleichzeitig beendete er sein Studium und arbeitete ab der Spielzeit 2009/2010 als Cellist bei der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford (Landesorchester Nordrhein-Westfalen). Mit dem Quartett gab Mathias Beyer zahlreiche Workshops und Meisterkurse. Seit 2015 ist er Stellvertretender Solocellist bei der Neubrandenburger Philharmonie (Theater und Orchester Neubrandenburg / Neustrelitz). 

 

 

 

 

Mitwirkende Personen

 

     
Alexey Shestiperov   Alexey Shestiperov bekam seinen ersten Violoncellounterricht im Alter von 7 Jahren bei Galina Kononenko in St. Petersburg. Mit 15 Jahren wechselte er zu Prof. Elena Dernova an das Musikgymnasium. Im Anschluss begann er sein Studium am Rimsky-Korsakov-Konservatorium bei Prof. Anatoly Nikitin. Nach seinem Diplom wurde er auch dessen Assistent und begann ein Aufbaustudium. Weitere Aufbaustudien und Meisterkurse bei Prof. Gert von Bülow (Rostock) und Prof. Wolfgang Boettcher (Carl-Flesch-Akademie) folgten. Alexey Shestiperov ist Preisträger zahlreicher international namhafter Wettbewerbe (Solo und Kammermusik), so u.a. beim Beethoven-Cellowettbewerb in St. Petersburg oder beim Dotzauer-Wettbewerb in Dresden. Von seinen zahlreichen Orchestertätigkeiten seien das Philharmonische Orchester St. Petersburg, die Philharmonie der Nationen (stellvertr. Solo-Cellist), die Europa Philharmonie Hundisburg und die Jenaer Philharmonie genannt. Seit September 2010 arbeitet er als Vorspieler bei den Hofer Symphonikern. Alexey Shestiperovs Tätigkeit als Kammermusiker beinhaltet einige Ensembles und CD-Produktionen sowie Wettbewerbe und Aufbaustudien. Am bekanntesten wurde er mit dem Bartholdy Trio und dessen Auftritten im Funk sowie in Festivals im In- und Ausland. Seit 2013 hilft Alexey Shestiperov bei den Vier EvangCellisten aus.
     
     
Florian Bischof   Florian Bischof (Jahrgang 1982) wuchs im Niedersächsischen Wendland auf, wo er zunächst E-Bass und Gitarre lernte. Bald entdeckte er seine Liebe zur klassischen Musik und nahm Unterricht am Cello bei Ilka Wagener. Nach einem Auslandsaufenthalt in Neuseeland begann er zunächst ein Studium der Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar. Studienbegleitend erhielt er Unterricht am Cello bei Gisela Vieweg und Christina Meißner. 2007 nahm er an derselben Hochschule zusätzlich ein Cellostudium bei Christoph Spehr auf, das er 2012 mit sehr gutem Erfolg abschloss. Neben dem Studium besuchte Florian Meisterkurse bei Jens-Peter Maintz, Michael Sanderling, Maria Kliegel und Peter Bruns. Im Herbst 2009 erspielte er sich eine Stelle als Substitut in der Staatskapelle Weimar, wo er im Frühjahr 2011 einen Zeitvertrag für einen Teil der laufenden Spielzeit erhielt. Regelmäßige Orchestererfahrung sammelte Florian als Praktikant im philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck, und in der Orchesterakademie des Nürnberger Staatstheaters. In jüngerer Zeit war er auch auf Aushilfsbasis als Solocellist in der Badischen Philharmonie Pforzheim und in der Neuen Philharmonie Frankfurt engagiert. Als Solist brachte Florian u.a. das selten gespielte Cellokonzert von Joonas Kokkonen zur Aufführung. Im August 2013 wurde Florian Bischof zum ersten Mal als Aushilfe bei den Vier EvangCellisten eingesetzt.
     
     
Isabella Hildenbrandt   Isabella Hildenbrandt bekam ihren ersten Violinunterricht im Alter von 5 Jahren und wurde später 6 Jahre am Musikgymnasium "Belvedere" in Weimar unterrichtet. Nach ihrem Studium an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und einer Substitutenstelle am Theater Erfurt spielte sie mehrere Jahre fest bei der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl, wobei sie neben ihrer Tätigkeit als Violinistin auch mehrere Jahre als Bratschistin gearbeitet hat. Seit 2009 ist Isabella Hildenbrandt teilselbstständig und arbeitet fest als Violin- und Violalehrerin an der Kreismusikschule "Louis Spohr" Gotha und betreute eine Streicherklasse am städtischen "Gustav-Freytag-Gymnasium". Zusätzlich arbeitet sie mittlerweile als  Musikalienhändlerin,  ausgebildete Trommelkursleiterin (Abschluss 2009), ausgebildete Klangtherapeutin (Abschluss 2009) und ausgebildete Musiktherapeutin (Abschluss 2012). Isabella Hildenbrandt wurde 2011 Partnerin der Vier EvangCellisten und vertreibt u.a. deren CDs.
     
     
Thomas Liebmann, t&b digital    Thomas Liebmann ist Tonmeister bei t&b digital in Weimar. Technik, Musik und Film waren schon von Kind an seine 3 Leidenschaften. Der Erfolg des Unternehmensgründers begann zunächst mit einer ganz musikalischen Laufbahn als diplomierter Orchestermusiker. Schon bald spürte er, dass der Orchesterdienst nicht alles für ihn ist, was er sich wünschte und erträumte. Frühzeitig begann er sein im Studium erworbenes Wissen im Bereich Tontechnik mit seiner Erfahrung als Musiker zu verbinden und nahm privat seine ersten CDs auf. Es folgten vielseitige Engagements als Tonmeister am Livemischpult. Erste Studiokomponenten wurden mühselig zusammengespart. Über die Jahre wuchs das Equipment und genügte schon bald den hohen Ansprüchen eines wachsenden „Kundenstamms“ professioneller Musiker. Diverse Auftragsarbeiten für ein Fernsehstudio im Bereich elektronischer Klangerzeugung brachten ihn nun in unmittelbaren Kontakt zur Filmschaffenden Welt. Neben einer umfangreichen Weiterbildung unter fachlicher Leitung verschiedener Diplomtonmeister im Bereich Tontechnik, Aufnahmetechniken, Studiotechnik und DAW sowie die theoretische Aneignung sämtlicher physikalischer Grundlagen rund um Schall, Hörgewohnheiten, Mixing, Editing und Mastering begann nun eine intensive Einarbeitung in das weite Feld der Filmproduktion speziell im Bereich Werbefilm. Angefangen bei der Drehbucherstellung über das für den Laien immer unübersichtlicher werdende Feld der Filmformate, technisch-theoretische Grundlagen im Bereich Bilderzeugung, Rendering, Farbkorrektur, Schnitt, Compositing u.v.a.m. bis hin zu den vielfältigen künstlerischen Möglichkeiten in der  Kameraführung, dem Einsatz von Musik- und Geräuschetracks, O-Ton und Studioaufnahmen mit und ohne Screen, Kamerakran, Schwebestativ, 2K- und 4F-Produktion – um ein paar Begriffe aus der Filmwelt zu nennen– arbeitete sich Thomas Liebmann langsam zu einem Stand hoch, an dem eine offizielle Firmengründung und damit der Schritt in die Selbstständigkeit, die 2004 erfolgte,  der logische Schritt war. Nach und nach wuchs das Unternehmen dank vieler starker Partner zu dem, was es heute ist: ein zuverlässiger Ansprechpartner für hochwertige CD-Produktionen im vorwiegend klassischen Musiksektor und eine Filmproduktionsfirma, die sich bei den mittelständigen und großen Unternehmen ihren Platz hart erarbeitet hat. Produziert wird heute im CD-Bereich für die großen Sinfonieorchester Thüringens und Sachsens sowie deren Kammermusikensembles und im Werbefilmbereich für kleine und große mittelständige sowie große Unternehmen aus allen erdenklichen Wirtschafts- Kultur- und Medizinbereichen. Mit den Vier EvangCellisten nahm er die LPs "cellopera", "journey" & "Elegie" sowie die EPs und Singles "Take Five", "Jingle Cellos", "Tango Brasileiro", "O mio babbino caro", "Jasmine Flower" & "Scarborough Fair" auf.
     
     
Fredo Jung   Fredo Jung wurde 1949 in Gotha (Thüringen) geboren und erhielt ab seinem fünften Lebensjahr Klavierunterricht. Wenig später folgte auch Violinunterricht und ab dem zwölften Lebensjahr regelmäßige kammermusikalische Arbeit mit ersten solistischen Auftritten als Pianist und Mitwirkung als Geiger im Kammerorchester seines Lehrers. Nach zahlreichen Auszeichnungen bei Instrumentalwettbewerben folgte ein externes Frühstudium an der Hochschue für Musik FRANZ LISZT Weimar. Von 1967 bis 1972 studierte Fredo Jung dort auch regulär die Hauptfächer Dirigieren und Klavier sowie die Nebenfächer Komposition und Violine. 1972 folgte sein erstes Engagement als Solorepetitor am Deutschen Nationaltheater Weimar, ab 1973 wurde Fredo Jung zusätzlich Dozent für Korrepetition und Opernschule bei Prof. Harry Kupfer und Prof. Christa Lehmann an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. 1976 folgte ein Engagement als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung an den Städtischen Bühnen Erfurt, wo er 1979 auch Zweiter Kapellmeister wurde. Gleichzeitig gastierte Fredo Jung in dieser Zeit vielfältig als Solist und Dirigent und konnte so zahlreiche Werke auch zeitgenössischer Komponisten erst- und uraufführen, wobei er auch seiner Lehrtätigkeit in Weimar treu blieb. 1987 bis 1992 wechselte Fredo Jung als Chefdirigent und Musikalischer Oberleiter zur Landeskapelle und dem Landestheater Altenburg. 1992 folgten erneut zwei Jahre Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik FRANZ LIZST Weimar (im Fach Dirigieren) bevor Fredo Jung als Dozent für Dirigieren, Korrepetition, Blattspiel und Partiturspiel an die Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn-Bartholdy" nach Leipzig wechselte. Neben seiner Lehrtätigkeit ist Fredo Jung als Dirigent, Komponist und Arrangeur freischaffend tätig. Als Solist und Dirigent arbeitete er mit Klangkörpern wie dem Berliner Sinfonie Orchester, der Dresdner Philharmonie, den Nürnberger Philharmonikern und zahlreichen weiteren Orchestern (Chemnitz, Halle, Jena, Dessau, Erfurt, Suhl, Gotha, Hagen, Süd-Westfalen, Magdeburg u.v.a.m.) zusammen. Zahlreiche Rundfunk-, CD- & Fernseh-produktionen über ihn seblbst aber auch Beiträge über Künstler, für die er komponierte und arrangierte, folgten. Dazu zählen u.a. das "Calmus-Ensemble" Leipzig, das "Gaede-Trio", das "Thüringer Salonquintett", "Die Vier EvangCellisten", verschiedene Ensembles des MDR und des Gewandhauses Leipzig sowie die "12 Cellisten der Berliner Philharmoniker".
     
     
  Udo HartImaier, 1954 in Köln geboren, erhielt im Alter von sieben Jahren Klavier- & später auch Geigenunterricht. Auf der Musikhochschule in Köln studierte er die Fächer Klavier (Prof. A. Kontarsky, Prof. H. Weinrebe), Fagott (Prof. G. Pfitzenmaier) und Dirigieren (Prof. V. Wangenheim) und schloss das Studium mit dem Staatsdiplom für Musikschullehrer und der künstlerischen Reifeprüfung ab. Während seines Studiums war Udo Hartlmaier als "studentische Hilfskraft" in der Klavierklasse Prof. Weinrebe und als Pflichtfach-Klavierlehrer und Korrepetitor der Opernklasse tätig. Zu seinen weiteren Stationen zählen die Bernd Alois Zimmermann-Musikschule Erftstadt (Lehrer für Klavier, Fagott, Theorie, Kammermusik & Orchesterleitung), das Opernstudio Köln (als Korrepetitor), das Staatstheater Kassel (hier als Ballettkorrepetitor) und drei Jahre das Rheinische Landestheater Neuß als musikalischer Leiter. Udo Hartlmaier kann auf zahlreiche Auftritte als Pianist und Dirigent verweisen (z.B. Fernsehaufnahmen als Pianist mit Willy Millowitsch). Sein umfangreiches kompositorisches Schaffen beinhaltet Klavier-, Kammer-, Chor- und Orchestermusik. Dazu kommen auch Musical Singspiele wie "Der Rattenfänger" und "Pinocchios Reise um die Welt", sowie eine Vielzahl von für Kinder komponierte und bearbeitete Stücke. Sein Ballett nach Musik von Arthur Sullivan" Old England" wurde 1998 von der Philharmonie Hirschberg (Jelena Gora) in Polen aufgeführt. Als derzeitiger Lehrer für Klavier, Fagott und Orchesterleitung an der Max Reger-Musikschule in Hagen sieht Udo Hartlmaier seine Hauptaufgabe jedoch im Unterrichten. "Möglichst vielen Kindern und Jugendlichen die Schönheit und Vielgestaltigkeit der Musik so zu vermitteln, dass sie ihr Leben lang nicht mehr davon wegkommen" - das betrachtet Udo Hartlmaier als sein Lebensziel. Desweiteren ist er Leiter des Franz Lehar-Ensembles (Tanz- und Unterhaltungsorchester). Seine Stücke für Celloquartett brachten ihn mit den Vier EvangCellisten zusammen. Daraus entwickelte sich eine fast freundschaftliche Zusammenarbeit, bei welcher dem Celloquartett neue Stücke komponiert und gewidmet worden. Aufgrund des großen Erfolges aller seiner Stücke auf CD und natürlich während der Konzerte wurde das 2013 erschienene Album "journey" der Vier EvangCellisten dann auch in Hagen erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
     
     
Wolfram Graf   Dr. Wolfram Graf, 1965 in Dornstetten im Schwarzwald geboren, studierte Klavier und Orgel an den Musikhochschulen in Karlsruhe und Saarbrücken, Komposition ebenfalls in Saarbrücken, sowie Musikwissenschaft, Religionswissenschaft und Ethnologie an der Universität Bayreuth. Im Jahr 2002 promovierte Graf mit einer Arbeit über den Komponisten Leopold van der Pals. Auftritte als Konzertorganist und Pianist führten ihn bis in die USA. Auch als Kammermusikpartner ist Wolfram Graf gefragt und tritt hier insbesondere mit dem Flötisten Martin Seel oder auch dem schwedischen Cellisten Tobias van der Pals auf. Der interpretatorische Schwerpunkt liegt dabei im romantischen und zeitgenössischen Bereich. Sein eigenes kompositorisches Schaffen reicht von Kammermusik und Liedern über Klavier- und Orgelwerke bis hin zu Symphonien, Blasorchesterwerken, Solokonzerten, Oper und Oratorium. Neben diversen CD-, Rundfunk- und Fernseheinspielungen erhielt Graf für seine Werke mehrfach Kompositionspreise. Graf ist Lehrbeauftragter an der Hochschule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth in den Fachbereichen Komposition und Analyse. Gemeinsam mit Prof. Helmut Bieler leitet er die Konzertreihe "Zeit für Neue Musik" in Bayreuth. Seit 2002 lebt Wolfram Graf im fränkischen Hof, wo die Hofer Symphoniker bereits einige große Werke, darunter das Schlagzeugkonzert „Wandlung“ und die zweite Symphonie, uraufführten. 2012 kooperierte er erstmals mit den Vier EvangCellisten und schrieb zwei Stücke für Celloquartett, welche beide auf der CD "journey" (2013) veröffentlicht wurden.
     
     
Wolf-Günter Leidel   Der in Königsee (Thüringen) geborene Prof. Wolf-Günter Leidel studierte Dirigieren, Klavier, Komposition und Korrepetition an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar und gewann 1976 einen zweifachen 1. Preis im Improvisationswettbewerb der DDR.
Er war 1974-1983 Ballettrepetitor am Deutschen Nationaltheater Weimar und dort von 1979 auch als Kapellmeister und Komponist für Schauspielmusik tätig. Seit 1978 unterrichtete Wolf-G. Leidel Komposition, Theorie & Gehörbildung sowie Orgelkunde und Partiturspiel an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, wo er seit 1993 auch Professor für Musiktheorie wurde. Neben zeitgleichen Tätigkeiten als Klavierlehrer und Chorleiter studierte er bei Prof. R. Bredemeyer von 1983 bis 1985 in der Meisterklasse für Komposition an der Akademie der Künste in Berlin. Von 1991 bis 1993 war Wolf-G. Leidel auch Lehrbeauftragter für Komposition an der Hochschule für Musik FELIX MENDELLSOHN BARTHOLDY Leipzig. Zu seinen Einflüssen für seine Arbeit als Komponist gehört auch eine (Brief-) Freundschaft zum Pariser Komponisten Olivier Messiaen (1908-1992), dem er 1972 begegnete. Nicht zuletzt deswegen nimmt die Orgelmusik eine zentrale Rolle seines kompositorischen Schaffens ein, obwohl Wolf-G. Leidel mit allen Genres und Besetzungen vertraut ist. Er war 1995 Leiter der "Internationalen Tagung der Gesellschaft der Orgelfreunde (GdO)" in Weimar und ist Gründer sowie Vorsitzender des ebenfalls Weimarer Vereins "Vox coelestis" (e.V. für Kunst-&-Musik). Seit 2011 pflegt er eine vielfältige Zusammenarbeit mit den Vier EvangCellisten.
     
     
Martin Seel   Martin Seel ist ausgebildeter Diplom-Orchestermusiker, Diplom-Musiklehrer und Stipendiat der Bayreuther Richard-Wagner-Stiftung und war nach dem Abitur Mitglied im Bundes-Zivildienst-Musikprojekt München. In dieser Zeit bekam er Unterricht bei Prof. Klaus Schochow an der Hochschule für Musik und Theater München. Danach studierte er an der Musikhochschule in Karlsruhe bei Prof. Renate Greiss-Armin  und bei Prof. Robert Aitken an der Musikhochschule Freiburg. Zusätzliche Studien erhielt er bei Aurèle Nicolet und Barthold Kuijken, der  wesentliche Kenntnisse im Bereich der Barockmusik vermittelte. Es folgten Studien über zeitgenössische Musik bei Carin Levine und ein Meisterkurs bei Peter-Lukas Graf. Martin Seel war Praktikant und Aushilfe an der Deutschen Oper Berlin und half auch am Nationaltheater Weimar, bei der Jenaer Philharmonie und beim Staatsorchester Frankfurt/Oder aus. Konzertreisen führten ihn durch die größten europäischen Metropolen bis nach Korea. Martin Seel trat in zahlreichen Festivals auf, so u.a. bei "Zeit für Neue Musik Bayreuth", "Tage für für Neue Musik Bamberg", "Max-Reger-Tage Weiden", "Musik in Mißlareuth" sowie in der Konzertreihe "Orgelmusik in der Martinskirche Sindelfingen“. Er ist Mitglied im Tonkünstlerverband Hochfranken e.V., pflegt eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit dem Komponisten Dr. Wolfram Graf und ist seit der Spielzeit 2000 / 2001 Flötist und Piccolist bei den Hofer Symphonikern. 2007 spielte er zusammen mit der Pianistin Chie Honda eine CD mit zeitgenössischer Flöten-Kammermusik ein, die u.a. auch Werke von Dr. Wolfram Graf enthielt (erschienen bei "audiotransit"). Von ihm stammt auch das Stück "Innengang", welches die Vier EvangCellisten mit Martin Seel einspielten ("journey") und auch zur Uraufführung brachten.