Hofer Cellotage ein voller Erfolg

43 Nachwuchs-Musiker lernen Neues dazu - und begeistern damit auch das Publikum. Die Konzerte sind alle gut besucht.

 

Hof - Zum sechsten Mal haben in Hof die Cellotage stattgefunden - und laut Mitteilung waren sie wieder ein Erfolg. (...) 43 Teilnehmer waren angemeldet, vornehmlich aus der Region, aber es kamen auch Musiker aus Coburg, Kulmbach und Bayreuth, aus Fürstenfeldbruck und sogar Finsterwalde in der Altmark. Eine Woche lang widmeten sie sich dem Cellospiel in seinen verschiedenen Facetten. Beeindruckende Konzerte mit Solisten und Ensembles und am Ende auch mit den Teilnehmern in verschiedenen Besetzungen gaben der Veranstaltung eine eigene individuelle Note. Das Publikum bei allen Konzerten zeigte, welche gute Akzeptanz die Hofer Cellotage genießen. (...) Weiterer Höhepunkt war laut Mitteilung auch das große Abschlusskonzert der Vier EvangCellisten. (...) Teile des Publikums mussten vom Foyer aus verfolgen, wie ein 47-köpfiges Cello-Orchester unter der Leitung von Michael Falk vier Stücke präsentierte. (...) - unbenannt (Xaver Riechholtz)Wolfgang für Hof (Münchberg, Helmbrechts, Naila / Stadt und Landkreis Hof (Hof, Rehau und Umgebung)), Frankenpost (FP), 08.11.2019

 

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Tango und Belcanto-Schluchzen

Konzert  Für eine mit Zuhörern gut gefüllte Nikolauskirche sorgen die „Vier EvangCellisten“ mit ihrem Auftritt in Satteldorf. Sie bieten Streichersätze, Arienbearbeitungen, Tango und Jazz. Von Ralf Snurawa


Geistliche Musik findet sich nicht in ihrem Programm, wohl aber Besinnliches. Dazu gehört gleich zu Beginn Josef Werners „Elegie für vier Violoncelli“. Mit ausdrucksstarker Intensität gingen die Cellisten den langsamen Teil des Werks an, gefolgt von einem bewegteren und innig gesanglich vorgetragenen Teil. Als Kontrast mit Springbogen und federndem Pulsieren folgte Georges Bizets „Aragonaise“ aus der Oper „Carmen“.


Nah an menschlicher Stimme

Schön bewiesen die Musiker zu Gaetano Donizettis Arie „Una furtiva lagrima“ aus der Oper „L‘elisir d‘amore“ in einer instrumentalen Fassung, dass das Violoncello klanglich sehr nah an die menschliche Stimme kommt. Klagend und vom Ton her verzaubernd waren dabei Lukas Dihle und Markus Jung zu hören, während ihre Kollegen für die gezupfte Begleitung sorgten.

Als Gegensatz zum Lamento gab es danach neckische, von Hanno Riehmann und Nassib Ahmadieh gespielte Töne zum Duett „Was werden wir beginnen?“ aus Otto Nicolais Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“. Ahmadieh weitete den Tonumfang seines Instruments mit dem „Intermezzo sinfonico“ aus Pietro Mascagnis „Cavalleria rusticana“ hingebungsvoll gespielt in Violinhöhen.


Faible für Puccini-Opern

Die vier Musiker, deren Vornamen - bis auf den sonst mitspielenden Mathias Beyer, der durch Ahmadieh vertreten wurde - auf die vier Evangelisten verweisen und so zum Ensemblenamen führten, haben ein Faible für den Verismo und speziell für Puccini-Opern. So blieb hier ein kur zer Schwerpunkt nicht aus.

„Nessun dorma“ aus „Turandot“ wurde sanft eingestimmt, gefolgt von an Heldentenöre mit ihren leisen Schluchzern erinnernden Gesang im Spiel von Dihle. Schön verdichtet, aber dennoch gut durchzuhören war der Zusammenklang zu Beginn von „Vissi d‘arte“ aus „Tosca“. Riehmann setzte mit der Tenormelodie an, woraus sich ein intensives Zusammenspiel zwischen allen vier Cellisten entwickelte. Aus derselben Oper folgten gewitzt klingende Momente zu „Non la sospiri“.

Ein Zeitgenosse Puccinis, aber doch eine andere Welt: Das ließ sich danach mit dem Mahler-Lied „Die zwei blauen Augen“ festhalten. Schön wurde der Trauermarsch-Duktus betont. Noch zarter hätte man die Traumsequenz im Mittelteil spielen können.


Unterhaltsamerer zweiter Teil

Friedrich Metzlers zwei Sätze aus „Quartett für vier Violoncelli“ von 1954 erwiesen sich als ideale Überleitung zum eher unterhaltsamen zweiten Teil des Abends. „Scarborough Fair“ klang im Arrangement von Fredo Jung zunächst mit Flageolett-Tönen als Klangelement sehr filigran. Daraus wurden mehr und mehr ausgreifende Stimmschritte, die zu einem sehr bewegten Satz führten. Sanft und voller Wärme erklang darauf das chinesische Volkslied „Jasmine Flower“, schön pulsierend und mit etwas Leidenschaft Markus Jungs „Beduinische Karawane“. Noch leidenschaftlicher wurde es zu Joachim Johows „Tango para Cuatro“, ganz im an Astor Piazzolla erinnernden Tango-Nuevo-Stil in erregter Rhythmik und weit gespielten Melodietönen.

Nach einer nuanciert gespielten Samba von Udo Hartlmaier folgten mehr Tangos: Von Letzterem der „Tango für vier Celli“ im Tango-Argentino-Stil wie auch Eduard Pütz‘ „Tango passionato“, der zum Ende hin eher umschmeichelnde Töne bot. Schön swingend folgten Paul Desmonds „Take Five“ und Hartlmaiers „Rag-Music“ mit duftig-weich kontrastierendem Abschnitt.


Lang anhaltender Beifall

Für den heftigen und lang anhaltenden Beifall bedankte sich das Quartett mit Stücken von Benny Goodman und von Engelbert Humperdinck. Mit dem „Abendsegen“ aus dessen Oper „Hänsel und Gretel“ war dann auch der Bogen hin zum besinnlichen Ton des Werner-Stücks zum Auftakt geschlossen. - Ralf Snurawa für Satteldorf (Landkreis Hall, Nähe Crailsheim), Hohenloher Tagblatt, 08.10.2019

Vier spielten wie einer

Vier EvangCellisten wurden begeistert gefeiert

Wenn auch das Festival TheaterNatur den Untertitel "Festival der darstellenden Künste" führt, so wird doch auch der Musik ein Plätzchen eingeräumt. In diesem Jahr kam erstmals kein Orchester in den Genuss eines Waldkonzertes, sondern vier Cellisten, die neben ihrer Tätigkeit in verschiedenen Klangkörpern der Bundesrepublik auch häufig als "EvangCellisten" auf Gastspieltour gehen. Eben aus China zurückgekehrt, verzauberten sie am 17. August auf dem kleinen Nebenschauplatz der Waldbühne, dem Waldstudio, ihr Publikum. Mit ihren steil ansteigenden Zuhörerreihen erwies sich diese Spielstätte als ideal, sowohl für die Akustik als auch für den Kontakt.

"Nach nur kurzer Zeit war der so wünschenswerte Funke vom Quartett zum Publikum und zurück übergesprungen. Dies führte zu einer wunderbaren Leichtigkeit zwischen den teils sehr ernsten, dramatischen Stücken. Ich glaube, wir konnten dem Festivalthema dadurch besonders nahe kommen, ohne in Melancholie oder passiver Belehrung zu enden. Das war etwas ganz Besonderes", resümierte Markus Jung, der das Programm geschickt dem Festivalthema angepasst hatte und es auch moderierte.

Den vier Musikern zu lauschen war purer Genuss. Mit den Bearbeitungen von Opern- und Operettenarien, u.a. von Puccini, Bizet und Léhar, boten sie Ohrwürmer dar, die genau den Nerv der Zuhörer trafen, und auch für die neueren Stücke im zweiten Teil, unter anderem Tangos und Jazziges wie das berühmte Dave-Brubeck-Stück "Take Five", gab es enthusiatstischen Beifall.

Die vier Cellisten spielten, als seien sie ein einziger Organismus, ein Atem; ihre Dynamik faszinierte durch eine unübertreffliche Homogenität. Die intime Atmoshäre des ausverkauften Waldstudios, das direkte Miteinander von Interpreten und Zuhörern auf engstem Raum tat ein übriges, um die Begeiterung auf die Spitze zu treiben. Erst nach zwei Zugaben wurden die vier Herren von der Bühne entlassen und anschließend noch mit vielen Fragen und Autogrammwünschen bestürmt. - Christine Trosin für Benneckenstein (Stadt Oberharz am Brocken), Neue Wernigeröder Zeitung (NWZ), 25.09.2019

5. Spielzeit sehr erfolgreich

 

Mit der siebenden Aufführung der "Legende vom Glück ohne Ende" beim Festival der darstellenden Künste in Benneckenstein ist am 25. August nach 17 Tagen eine überaus erfolgreiche Spielzeit (9 .- 25. August) zu Ende gegangen. (...) Janek Liebetruth dankte anschließend seiner vielköpfigen Mannschaft für ihr außergewöhnliches Engagement, ohne das dieses "Hochkultur-Theater mit Unterhaltungswert so tief in der Harzer Provinz" nie möglich geworden wäre.

Der diesjährige erste Teil der Doppelspielzeit unter dem Motto "GRENZEN:LOS" war ein voller Erfolg. Die politische Wende vor 30 Jahren und ihre brachialen Folgen wie auch die Vorgeschichte gaben den höchst aktuellen künstlerisch reizvollen Stoff für die Spielzeit 2019.

"Fast wurden die 3000 Besucher der Spielzeit 2017 wieder erreicht", betonte Janek Liebetruth. (...) Der Mix aus zwei Eigenproduktionen und handverlesenen Gastspielen wurde der thematischen Breite des Mottos überzeugend gerecht, und das lsst auf die nchste Spielzeit hoffen, die unter der Überschrift "ENDSTATION:EINHEIT?" 2020 folgen wird.

Zu den Erfolgsstücken zählten in diesem Jahr die beiden Eigenproduktionen "Legende von Sorge und Elend" und "Legende vom Glück ohne Ende" (nach Paul und Paula), die am Sonntag zum Abschluss nochmals 200 Besucher anzogen.

Einen Glanzpunkt bildete auch das ausverkaufte Konzert der "Vier EvangCellisten" auf der kleinen Waldbühne. (...)  TheaterNatur hat nach fünf Jahren seine eigene Position auf der kleinen, feinen Waldbühne gefunden. Man darf gespannt sein, was die Spielzeit 2020 an Stücken zur deutschen Einheit präsentiert, die ja bekanntlich nicht ganz ohne Konflikte zu haben ist und schon gar nicht für vollendet gehalten werden darf. (...) - Wolfgang Schilling für Benneckenstein (Stadt Oberharz am Brocken), Neue Wernigeröder Zeitung (NWZ), 25.09.2019

Im Farbenreich der Celloklänge

Ein ganz besonderer Musikgenuss erwartete die Besucher im Rahmen der 53. Ausstellung der Schwarzenbacher Maler auf Einladung des Kulturvereins.

Schwarzenbach an der Saale - Die Vier EvangCellisten starteten in der Saalestadt ihren Konzertsommer, bevor es für das Ensemble nun im August nach China geht. (...) Das Quartett schaffte es unkonventionell, aber auch stimmig und excellent, durch die Zeitepochen hinweg, ihr breitgefächertes Repertoire zu präsentieren, zeigte präzises Spiel, mit seidigem und auch lebhaftem Celloklang. (...) - für Hof, Frankenpost online, 01.08.2019

 

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Hof / Rehau und Umgebung

Land & Leute

Im Farbenreich der Celloklänge

 

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Musik trifft bildende Kunst

Schwarzenbach an der Saale - (...) Gemeinsam mit der Stadtverwaltung werden noch das Preisrätsel, der Getränkeausschank und vor allem das Konzert am Samstag, 27. Juli, unter dem Titel "Klangfarben unserer Welt" gestaltet mit den Vier EvangCellisten, was schon jetzt einen weiteren Höhepunkt der Ausstellung darstellt. (...)  Das Ensemble - Markus Jung, Mathias Beyer, Lukas Dihle und Hanno Riehmann - tourt seit Jahren quer durch Deutschland. Die Musiker beherrschen klassische Stücke, Neue Musik, verschiedene  Tänze und Volksweisen, Weltmusik aber auch Ragtimes und Jazz und werden der Malerausstellung mit ihrem Programm "Klangfarben unserer Welt" ein musikalisches Pendant geben - Musik trifft Kunst. - Reinhard Püschel für Hof (Stadt und Landkreis Hof), Frankenpost, 13.07.2019

 

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CELLISM

Werke von J. Haydn, P. Desmond, A. Hammerstein, B. Goodman u.a.
Die Vier EvangCellisten; Thomas Roth – Saxophon, Florian Bischof – Cello, Alexander Bätzel – Schlagzeug, Pat Appleton – Gesang, Thilo Andersson – Gesang, Harald Oeler – Akkordeon, Martin Seel – Flöte
2018, T&B digital

Zu ihrem zehnjährigen Jubiläum haben sich die Vier EvangCellisten (Matthias Beyer, Lukas Dihle, Markus Jung und Hanno Riehmann – allesamt Alumni der HfM), etwas Besonderes einfallen lassen: Sie haben verschiedene Gäste eingeladen, mit ihnen zusammen zu arbeiten. Das Ergebnis ist Cellism – ein Kompendium, das sich stilistisch sehr vielfältig zeigt, viele Weimarer Absolventen ins Boot holt und für den Titel Pretend mit der DePhazz-Sängerin Pat Appleton einen echten Star bemüht. Die CD ist sehr jazzlastig und vereint Klassiker wie Take Five, Tequila, Because of You und Probier’s mal mit Gemütlichkeit. Cellism präsentiert sich als gelungenes, kurzweiliges Jubiläumsalbum, bei dem die EvangCellisten ihre Experimentierfreude und Vielseitigkeit beweisen und ihre Zuhörerinnen und Zuhörer bestens unterhalten. - Marika Henschel für Weimar, Liszt-Magazin 15, Juni 2019