Mit Virtuosität Publikum im Sturm erobert

Ehringsdorf. Ihr Konzert in der Capella Vox Coelestis ist längst eine gern gepflegte Tradition. Inzwischen in anderen Städten beheimatet, ist es den ehemaligen Musikstudenten der „Franz
Liszt“-Hochschule Weimar ein Herzensanliegen geblieben, den Verein Capella Vox Coelestis bei seinem Bemühen um den Erhalt eines baulichen Juwels zu unterstützen. Mit dieser verlässlichen Unterstützung haben „ Die Vier EvangCellisten“ einen Anteil daran, dass die historische Kapelle am Friedhof Ehringsdorf mit ihrer einst prächtigen Ausmalung sichtbar zu alter Schönheit zurückfindet. Restaurator Tobias Just hat seine Arbeit für dieses Jahr beendet. Die Gerüste sind abgebaut. Bevor er die aufwendige ornamentale Malerei weiter restaurieren kann, müssen nach Angaben von Professor Wolf-Günter Leidel, Vorsitzender des Vereins Vox Coelestis, bauliche Schäden im Eingangsbereich behoben werden.
Cello mal vier – das ist ein musikalischer
Hochgenuss. Zumal wenn die Celli technisch so souverän und virtuos gespielt werden, wie am Sonntagabend von den „Vier EvangCellisten“. Markus Jung, Hanno Riehmann, Mathias Beyer und Florian Bischof (für Lukas Dihle eingesprungen) verfügen im Zusammenspiel über jenen harmonischen Ensembleklang, der ein nachhaltig in Erinnerung bleibendes Konzerterlebnis schafft.
Hellhörig und hellwach gehen sie aufeinander ein, zeigen sich in südamerikanischen Rhythmen ebenso zu Hause wie in Volksliedern und Auszügen aus Bizets Carmen, Puccinis Tosca und Turandot oder Wagners Tannhäuser, alle fürs Cello neu arrangiert. Mit dem Komponisten Udo Hartlmaier verbindet das Quartet eine langjährige Zusammenarbeit, die schönste musikalische Früchte trägt wie nicht nur das „Abendlied“, sondern auch der „Tango für 4 Violoncelli“ und die „Südamerikanische Suite“ klangvoll zu Gehör brachten.
- Christiane Weber für Weimar, Thüringer Allgemeine (TA), 15.08.2017

Musik zum Träumen und Mitgehen

"Die Vier EvangCellisten" mit einem beeindruckenden Konzert im Kloster Wechterswinkel

Wenn sich eine Gruppe von Musikern „Die vier EvangCellisten“ nennt, so macht schon allein dieser Name neugierig. Bei manchen der zahlreichen Besucher, die sich an diesem Abend auf den Weg ins Kloster Wechterswinkel gemacht hatten, mag Neugierde vielleicht der Beweggrund gewesen sein. Die meisten waren aber wohl in der Hoffnung gekommen, einen zauberhaften und entspannten Abend mit ausgezeichneten Künstlern zu erleben. Und sie wurden nicht enttäuscht, sondern von dem Cello-Quartett derart in den Bann gezogen, dass der Applaus am Ende gar nicht mehr enden wollte und erst nach der dritten Zugabe abflaute.

Markus Jung, Hanno Riehmann, Mathias Beyer und Florian Bischof anstelle von Lukas Dihle präsentierten sich bei diesem Konzertabend als wahre Meister auf dem Violoncello. Was sie ihren Instrumenten in gekonnter Manier an Rhythmen, Klangfarben und Spezialeffekten entlockten, war eindrucksvoll, ja faszinierend und mitreißend. Nicht nur, dass sie berühmte Arien mit dem Cello interpretierten oder traditionelle Volkslieder erklingen lassen. Sie machten auch vor feuriger südländischer Musik nicht halt und spielten auf ihren Instrumenten flotte Ragtime- und Jazzklänge. Den vier jungen Männern machte ihr Auftritt im Veranstaltungssaal des Kreiskulturzentrums sichtlich Spaß: Markus Jung führte gut gelaunt durchs Programm und erklärte dabei auch, dass aufgrund der Vornamen bzw. der Ähnlichkeit der Vornamen der Gruppenmitglieder mit den Verfassern der Evangelien der Name „Die Vier EvangCellisten“ gefunden wurde. Das Programm reichte an diesem Abend von eingängigen deutschen Volksliedern ("Im schönsten Wiesengrunde"), über irische ("Bonny Portmore") und englische Folklore ("Scarborough Fair") bis hin zum angeblich berühmtesten chinesischen Volkslied „Jasmine Flower“. Im Mittelpunkt standen aber die Arien aus mehr oder weniger berühmten Opern, die von den „EvangCellisten“ mit traumhaft sicherer Präzision präsentiert wurden. Ob die „Habanera“ oder die „Blumenarie“ aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet, das „Lied an den Mond“ aus Antonín Dvořáks Oper „Rusalka“ oder „Einleitung und Lied an den Abendstern“ aus dem „Tannhäuser“ von Richard Wagner - die Besucher waren hingerissen von der Darbietung und ließen sich entführen in die Zauberwelten dieser Melodien. Vor allem waren es die dunklen, warmen, behaglich einhüllenden Töne der Celli, die diesen Zauber entwickeln, der sich über den ganzen Saal und das Publikum zu legen schien. Der „Tango para cuatro“ von Joachim Johow oder der „Tango für 4 Violoncelli“ von Udo Hartlmaier bewiesen, dass ein Cello nicht nur für langsame Stücke geeignet ist. Bei beiden Tangos „geht die Post ab“, spielen sie schnelle, feurige und temperamentvolle Musik, die nach der Pause bei der „Rag Music“ von Udo Hartlmaier ihre Fortsetzung fand.

Nicht fehlen durften an diesem Abend im ehemaligen Frauenkloster Wechterswinkel Werke des „Lieblingsopernkomponisten“ des Quartetts, von Giacomo Puccini. Die „Arie der Lauretta“ aus der Oper „Gianni Schicchi“ und weitere Auszüge aus den Werken „Tosca“ sowie „Turandot“ ließen die Herzen von Pucchini-Anhängern höher schlagen. Bevor dann wieder südländische Rhythmen mit dem "Tango passionato" von Eduard Pütz und Udo Hartlmaiers "Südamerikanische Suite" mit "Mambo", "Samba" (Cello als Zupfinstrument) und "Paso Doble" angestimmt wurden, kam "Souvenir de Curis" des belgischen Komponisten Guillaume Paque als "romantisches Zwischenstück" genau richtig.

Am Ende sprach Kreiskulturmanagerin Carolin Fritz-Reich von einem „traumhaften Konzertabend, der Musik zum Träumen, Schwelgen und Mitgehen“ gebracht habe. Mit einem jazzigen Stück von Benny Goodman, der „bella notte“ von Peggy Lee und Humperdincks „Abendsegen“ legten die „Vier EvangCellisten“ zum Abschluss gleich drei Zugaben obendrauf, die ebenso wie das Konzert selbst mit nicht enden wollendem Applaus bedacht wurden. - Klaus-Dieter Hahn für Kloster Wechterswinkel (Bastheim) bei Bad Neustadt an der Saale, Rhön- und Saalepost, 13. / 14.08.2017

Musik zum Träumen

Wenn sich eine Gruppe von Musikern „Die vier EvangCellisten“ nennt, so macht schon allein der Name neugierig. Bei manchen Besuchern, die sich am Samstagabend auf den Weg ins Kloster Wechterswinkel gemacht haben, mag Neugierde vielleicht der Beweggrund gewesen sein. Die meisten waren aber wohl in der Hoffnung gekommen, einen zauberhaften und entspannten Abend beim Genuss von Kammermusik ausgezeichneter Künstler zu erleben. Und sie wurden nicht enttäuscht, sondern noch von dem Cello-Quartett derart in den Bann gezogen, dass der Applaus am Ende gar nicht mehr enden wollte.

Markus Jung, Hanno Riehmann, Mathias Beyer und Florian Bischof präsentierten sich als wahre Meister auf dem Violoncello. Was sie ihren Instrumenten an Rhythmen, Klangfarben und Spezialeffekten entlockten, war faszinierend. Nicht nur, dass sie berühmte Arien mit dem Cello interpretieren oder traditionelle Volkslieder erklingen lassen. Sie machen auch vor feuriger südländischer Musik nicht halt und spielen auf ihren Instrumenten flotte Ragtime- und Jazzklänge. Den vier jungen Männern macht ihr Auftritt im Veranstaltungssaal des Kreiskulturzentrums sichtlich Spaß: Markus Jung führt gut gelaunt durchs Programm und erklärt dabei auch, dass aufgrund der Vornamen der Gruppenmitglieder mit den Verfassern der Evangelien der Name „Die vier EvangCellisten“ gefunden wurde. Breit gefächert ist ihr Programm an diesem Abend. Es reicht von eingängigen deutschen Volksliedern (Im schönsten Wiesengrunde), über irische (Bonny Portmore) und englische Folklore (Scarborough Fair) bis hin zum chinesischen Volkslied „Jasmine Flower“.

Im Mittelpunkt aber stehen Arien aus berühmten Opern, die von den „EvangCellisten“ mit traumhaft sicherer Präzision präsentiert werden. Ob die „Habanera“ oder die „Blumenarie“ aus „Carmen“, das „Lied an den Mond“ aus „Rusalka“ oder „Einleitung und Lied an den Abendstern“ aus dem „Tannhäuser“ – die Besucher sind hingerissen von der Darbietung, lassen sich entführen in die Zauberwelten dieser Melodien. Vor allem sind es die dunklen, warmen, behaglich einhüllenden Töne der Celli, die diesen Zauber entwickeln, der sich über den ganzen Saal und das Publikum zu legen scheint. Doch die vier Meister auf dem Violoncello verstehen es auch, Kontrastpunkte zu setzen. Der „Tango para cuatro“ oder der „Tango für 4 Violoncelli“ beweisen, dass ein Cello nicht nur für langsame Stücke geeignet ist. Bei beiden Tangos „geht die Post ab“, spielen sie schnelle, feurige und temperamentvolle Musik, die nach der Pause bei der „Rag Music“ ihre Fortsetzung findet. Nicht fehlen dürfen an diesem Abend Werke des „Lieblingsopernkomponisten“ des Quartetts, von Giacomo Puccini. Die „Arie der Lauretta“ aus der Oper „Gianni Schicchi“ und weitere Auszüge aus den Werken „Tosca“ sowie „Turandot“ lassen die Herzen von Pucchini-Anhängern höherschlagen.

Am Ende spricht Kreiskulturmanagerin Carolin Fritz-Reich von einem „traumhaften Konzertabend, der Musik zum Träumen, Schwelgen und Mitgehen“ gebracht habe. Mit einem jazzigen Stück von Benny Goodman, der „bella notte“ von Peggy Lee und Humperdincks „Abendsegen“ legen die „vier EvangCellisten“ zum Abschluss gleich drei Zugaben obendrauf, die ebenso wie das Konzert selbst mit nicht enden wollendem Applaus bedacht werden. - Klaus-Dieter Hahn für Kloster Wechterswinkel (Bastheim) bei Bad Neustadt an der Saale, Mainpost (Region Rhön-Grabfeld), 13.08.2017

Hören

Nachtschwärmer

Friedvoll, geheimnisvoll, leidenschaftlich: "Die Vier EvangCellisten", das Cello-Quartett um den Paderborner Cellisten Mathias Beyer, haben sich auf ihrer aktuellen CD "Notturno" der Nacht gewidmet. Einfache Wiegenlieder geben der Stille einen Klang und finden hier genauso Raum wie etwa das Nocturne cis-moll von Chopin, die Barcarole aus "Hoffmanns Erzählungen" und "Bella Notte" aus "Susi und Strolch". Die vier Cellisten ruhen sich nicht auf dem Wohlklang ihrer Instrumente aus, sondern schaffen mit souveräner Spieltechnik spannende Klänge und Stimmungen von silbrig-fahl über zerbrechlich-zart bis üppig-rund. Wunderschön ist etwa, wie sich in Rusalkas "Lied an den Mond" die Gesangsstimme nach und nach aus dem dichten Klanggefüge der vier Celli herausschält. Eine kleine Kostbarkeit ist das schlichte Volkslied "Der Mond ist aufgegangen", das hier so filigran dargeboten wird, dass darin die ganze Sehnsucht nach dem Frieden der Nacht offenbar wird. Und so ist "Notturno" eine wundervolle Einstimmung für den Abend - oder einfach für eine ruhige Stunde zum Träumen. - Anna Mönks für Paderborn, Neue Westfälische, 29.04.2017

NOTTURNO

Werke von Frédéric Chopin, Jacques Offenbach, Giacomo Puccini, Richard Wagner u.a.

„Notturno“ (nächtlich) ist der Titel der neuesten Einspielung der Vier EvangCellisten (Mathias Beyer, Lukas Dihle, Markus Jung und Hanno Riehmann), die sich ganz dem Namen entsprechend mit den Themen Abend und Nacht befasst: Neben Wiegenliedern, Abendgebeten und Liedern über oder an den Mond enthält sie auch wieder die bei dem Violoncelloquartett sehr beliebten Arrangements von bekannten Opernmelodien - diesmal natürlich zum Thema Nacht - wie z.B. die Barcarolle aus Les comtes d’Hoffmann von Offenbach, den Abendsegen aus Humperdincks Hänsel und Gretel oder Nessun dorma aus Puccinis Turandot. Die vier ehemaligen Studenten der Weimarer Musikhochschule zeigen auf dieser Aufnahme ihre lyrische Seite: Innig, ergreifend, wie aus einem Guss ist ihre musikalische Interpretation, die Auswahl der Stücke hätte passender nicht sein können. Die Vier EvangCellisten erfreuen auf dieser CD ihre Zuhörer mit äußerst stimmungsvoll-besinnlicher Nachtmusik zum Entspannen und Träumen. - Marika Henschel für Weimar, Liszt-Magazin Nr. 12, April 2017