Höchste Höhe auf tiefem Instrument

Die "Vier EvangCellisten" begeistern mit ihrem Konzert in Bad Stebens Lutherkirche. Das Quarett erweist sich als virtuoses Ensemble mit großer Bandbreite.

Bad Steben - In der großen Familie der Geigeninstrumente ist das Cello in den tiefen Oktaven angesiedelt. Sein reiches Klangspektrum reicht von Durchschlagskraft und Würde bis zu schmeichelnden Höhen der Zartheit. Meist ist dieses Saiteninstrument ein wichtiger Bestandteil des Orchesters und wird von nahezu allen bedeutenden Komponisten immer wieder solistisch hervorgehoben. Während eines Konzerts in der Bad Stebener Lutherkirche hatten die Musikfreunde jetzt die seltene Gelegenheit, exzellente Cellisten in einem Quartett vereint zu hören. Die Ausführenden - frühere Musikstudenten aus Weimar - sind jetzt allesamt Mitglieder bekannter Symphonieorchester und haben sich im Jahr 2008 zu den "Vier EvangCellisten" zusammengeschlossen. Auf ihrer Deutschlandtournee begeistern Hanno Riehmann, Markus Jung, Mathias Beyer und Lukas Dihle die Bad Stebener Musikfreunde mit beeindruckender Virtuosität und sprühten nur so vor Spielfreude.

Einzigartig bei der hier gebotenen Interpretation von musikalischen Miniaturen aus aller Welt von Klassik bis Jazz war der Stimmen-Tausch im Ensemblespiel, das die Zuhörer faszinierte und zu begeistertem Applaus veranlasste. Das Ensemble der vier Solisten hat die Begabung, das Gespür, mit dem wuchtigen Saiteninstrument Gefühle, Stimmungen auszudrücken, wie das unvergleichliche "Air" aus der Orchestersuite Nr. 3 D-Dur von Johann Sebastian Bach oder das Concerto D-Dur Nr. 9 von Antonio Vivaldi. Filigran musizierten die vier Interpreten, machten die drei Sätze Allegro-Larghetto-Allegro zu kleinen musikalischen Kostbarkeiten. Mit dem irischen Folksong "Bonny Portmore" glückte der Übergang zum zeitgenössischen Komponisten Udo Hartlmaier mit dem Tango für die vier Celli fließend. Dieses klangvolle, farbige Werk, das kleine offenkundige Übernahmen aus der Folklore beinhaltet, verlangte von den Musizierenden in den ungemein facettenreichen Passagen meisterhaften Zugriff und Feingefühl in der ausgereiften Bogentechnik.

Nach der Pause folgten dann wunderbare Interpretationen in Form von für Celli arrangierten Miniaturen von herrlichen Arien aus der Welt der Oper, die Georges Bizet, Richard Wagner, Giacomo Puccini ind Pietro Mascagni als Komponisten unsterblich gemacht haben. Vor allem Mascagnis Intermezzo aus "Cavalleria rusticana" war mit seiner dekorativen, filigranen Interpretation ein Genuss für die Zuhörer, die nicht mit Applaus geizten. Und die Ausdrucksintensität, die Virtuosität im Ensemblespiel und der Präsentation steigerten sich dann noch beim Paso doble "Lady of Spain" von Evans.

Die überschäumende Spiel- und Musizierfreude lenkten die vier Cellisten auch bei den lateinamerikanischen Rhythmen einer Tonschöpfung von Udo Hartlmaier beim Mambo, Samba und Paso doble in Harmonie und geregelte Bahnen. Die Musikfreunde waren begeistert, applaudierten stehend und anhaltend. - Reinhold Singer, für Bad Steben, Frankenpost (Ausgabe Naila), 07.08.2014

 

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