Acht Celli verschmolzen zu einem Klang -

Dannenberger Frühling klang mit Konzert junger Künstler aus

Dannenberg. Für ein überaus gelungenes Abschlusskonzert der Konzertfolge »Dannenberger Frühling» sorgten die  Vier EvangCellisten. Im Ohm‘schen Haus begeisterten die sympathischen jungen Cellisten, die sich die Vornamen mit den Evangelisten teilen, nicht nur mit ihren für sie typischen und ausgefeilten Opernarien, sondern auch mit klassischen und südamerikanischen Klängen.

Sehr stimmungs- und spannungsvoll gelang beispielsweise das berühmte Adagio von Samuel Barber, während bei der Polonaise de Concert von David Popper trotz virtuoser Passagen die ihnen eigene Leichtigkeit des Spiels im Vordergrund stand. Lukas Dihle, Hanno Riehmann, Mathias Beyer und Markus Jung präsentierten sich als gut aufeinander eingespieltes Quartett, das Spielfreude, musikalischen Ausdruck und technisches Können ausstrahlt. Sie entlockten ihren Celli die unterschiedlichsten Stimmungen und zeigten damit beeindruckend ihre Vielseitigkeit. Kein Wunder, dass sie zwei Zugaben spielen mussten. Das Motto »Junge Künstler im alten Haus» wurde bei diesem Konzert übrigens besonders wörtlich genommen: Die Vier EvangCellisten boten dem hiesigen Celloquartett der Musikschule die Möglichkeit, mit ihnen zwei Stücke zu musizieren: Cellibration mit Imke-Carolin Heuer, Nys Lehmberg, Angelus Stegemann und Alina Jacqueline Stieldorf fügte sich ein, wurde von den EvangCellisten integriert, so dass es herrlich zu sehen und zu hören war, wie neben jedem Profi ein jugendlicher Cellist saß und die acht Celli zu einem Klang verschmolzen. - Ilka Wagener, für Dannenberg, Elbe-Jeetzel-Zeitung (EJZ), 04.05.2012