Ohrwürmer im neuen Gewand

Für die CD „cellopera“ gehen die Vier EvangCellisten auf einen Streifzug durch die Welt der Oper. Ein ganz großer Pluspunkt ist das große Spektrum der Arien und Zwischenspiele. Das Quartett beschränkt sich nicht auf Puccinis Prachtarien wie „Nessun dorma“ und „O mio babbino caro“, sondern spielt auch Beethoven („Oh namenlose Freude“ aus „Fidelio“), Delibes (das Blumenduett aus „Lakmé“), Bizet (Carmen), Offenbach (unter anderem die Barcarole aus „Hoffmanns Erzählungen“) und Mozart (unter anderem „Deh, vieni alla finestra“ aus „Don Giovanni“).

Insgesamt 19 Ohrwürmer verschiedener Epochen also, die durch die hervorragenden Arrangements von Fredo Jung, Ulrike Seifert und Felix Leibbrand in ein reizvolles neues Gewand gekleidet werden. Die Auflösung der starren Rollen Solo einerseits und Begleitung andererseits sorgt für faszinierende Höreindrücke.

Die EvangCellisten widmen sich den Gesangsstücken mit Hingabe und ohne Pose. Sie schöpfen aus den Vollen, lassen ihre Instrumente singen, hauchen, jubilieren und schwelgen. Das ausgewogene Klangbild und die stimmigen und gewitzten Interpretationen machen die CD zu einem kurzweiligen Vergnügen. Ein guter Rotwein, eine Kerze und „cellopera“, das sind die Zutaten für einen perfekten Abend. (…) - Anna Mönks, für Herford, Neue Wetfälische (NW), 02.12.2011